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Nagelpilz - Behandlung und Vorbeugung
Nagelpilz („Onychomykose“) ist eine hartnäckige Infektion der Zehen- oder Fingernägel. Sie wird meist durch Fadenpilze verursacht und heilt niemals von allein ab!
Nagelpilzerkrankungen sind zwar nicht lebensbedrohlich, sollten jedoch nicht auf die leichte Schulter genommen werden.
Die Erkrankung führt zu optischen Veränderungen des Nagels und zerstört im Verlauf schrittweise die Nagelplatte. Eine frühzeitige und konsequente Therapie ist entscheidend, um eine Ausbreitung auf andere Nägel oder Hautbereiche zu verhindern. Das sieht nicht nur unschön aus, sondern kann auch erhebliche Schmerzen verursachen.
Die Funktion des betroffenen Fußes oder Fingers kann stark eingeschränkt sein und etwa das Gehen beeinträchtigen. Außerdem können Pilzinfektionen des Nagels auch anderen Erkrankungen den Weg ebnen. Denn sie führen zu winzigen Verletzungen am Nagel, die Bakterien und Viren das Eindringen erleichtern.
Ursachen & Übertragung
Fadenpilze („Dermatophyten“) finden an der Körperoberfläche geradezu ideale Lebensbedingungen. Feuchtigkeit und Wärme begünstigen eine Infektion mit Fadenpilzen. Entsprechend bevorzugen sie Regionen wie die Zehenzwischenräume, Leistenbeugen, Hautfalten und Achseln.
Nagelpilz ist sehr häufig Folge einer Fußpilzerkrankung, welche sich auf die Nägel ausweitet. Die Eintrittspforte ist meist das Nagelbett im Bereich des freien Nagelrands.
Aber auch eine direkte Infektion der Nägel ist möglich. Die Ansteckung erfolgt oft in öffentlichen Bädern, Saunen, Fitness-Studios oder Duschen und Umkleidekabinen von Sportstätten, wo viele Menschen barfuß laufen. Die Pilze werden nämlich über den Kontakt mit Hautschuppen, auf denen sich die Erreger befinden und dort Tage und Wochen überdauern können, übertragen.
Wer hat ein erhöhtes Risiko für Nagelpilz?
Ältere Menschen
Bei älteren Menschen kommen mehrere Risikofaktoren zusammen, die sie anfälliger für eine Infektion machen.
• Die Durchblutung ist meist schlechter, weil die Gefäße "verkalkt" sind (Arteriosklerose).
• Bei vielen ist das Immunsystem geschwächt, weil sie an zahlreichen Erkrankungen leiden und ggf. Medikamente einnehmen müssen, die die Immunabwehr unterdrücken.
Diabetiker
Menschen mit Diabetes mellitus stellen eine besondere Risikogruppe für Nagelpilz dar, da bei ihnen häufig eine problematische Kombination von Risikofaktoren zusammentrifft.
• Die oft durch den Diabetes beeinträchtigte Immunabwehr kann die für Nagelpilz verantwortlichen Erreger nicht mehr effektiv bekämpfen.
• Durchblutungsstörungen führen dazu, dass die Zehen nur unzureichend mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt werden. Das verlangsamt nicht nur das Nagelwachstum und erschwert das Herauswachsen einer beginnenden Pilzinfektion der Nägel, sondern schafft auch ein ideales Milieu, in dem sich der Nagelpilz in der Nagelplatte und im Nagelbett ausbreiten kann.
• Entscheidend ist zudem die häufig auftretende diabetische Neuropathie, eine Nervenschädigung, durch die Sensibilitätsstörungen in den Füßen entstehen. Kleinste Verletzungen, Druckstellen oder Risse in der Haut – klassische Eintrittspforten für Nagelpilz-Sporen – werden von den Betroffenen oft gar nicht bemerkt, wodurch sich ein Nagelpilz entwickeln kann.
Sportler*innen
Sportlerinnen und Sportler sind besonders anfällig für eine Nagelpilz-Infektion.
• Zum einen kommen sie in Gemeinschaftsduschen und Umkleidekabinen, wo häufig barfuß gelaufen wird, intensiv mit den Erregern von Fuß- und Nagelpilz in Kontakt.
• Zum anderen schafft das regelmäßige Tragen von oft luftundurchlässigen Sportschuhen eine feuchte Kammer, die ideale Brutbedingungen für Fadenpilze, die für den Nagelpilz verantwortlich sind, bietet. Die beim Sport erhöhte Schweißabsonderung weicht die Haut an den Füßen auf, schwächt ihre natürliche Schutzbarriere und erleichtert es den Pilzerregern, in kleinste Risse an Nagelbett oder Nagelrand einzudringen und einen Nagelpilz auszulösen. Dieser Mechanismus erklärt auch, weshalb unter Berufsgruppen wie Bauarbeitern oder Bergleuten, die täglich über Stunden festes, wenig atmungsaktives Schuhwerk tragen müssen, eine Fuß- und nachfolgende Nagelpilz-Infektion überdurchschnittlich häufig auftritt.
Menschen mit Grunderkrankungen
• Generell haben auch alle Personen, die an Durchblutungsstörungen leiden, ein erhöhtes Risiko, an Fuß- und Nagelpilz zu erkranken.
• Dasselbe trifft auch auf Menschen zu, die Medikamente einnehmen müssen, welche das Immunsystem unterdrücken.
Symptome
Ein Pilzbefall äußert sich durch typische Veränderungen, die meist am vorderen oder seitlichen Nagelrand beginnen und sich über die gesamte Nagelplatte ausbreiten. Die Nagelsubstanz, das Keratin, wird dabei langsam aufgelöst, und es bilden sich luftgefüllte Hohlräume.
Diese werden sichtbar als:
• Verfärbungen: Weißliche, gelbliche oder bräunliche Flecken und Streifen.
• Strukturverlust: Der Nagel wird brüchig, rissig oder krümelig. Einzelne Nagelschichten spalten sich ab.
• Verdickung: Die Nagelplatte verdickt sich spürbar und verformt sich.
• Ablösung: Im fortgeschrittenen Stadium kann sich der Nagel teilweise vom Nagelbett lösen. Ist die Nagelwurzel (der lebende Teil des Nagels, der die neuen Nagelzellen produziert und somit für das gesamte Nagelwachstum verantwortlich ist) betroffen, infiziert sich der neu gebildete Nagel sofort mit dem Pilz.
Behandlungsmöglichkeiten
Gegen Pilzerkrankungen gibt es bestimmte Mittel, die sogenannten Antimykotika. Sie enthalten Wirkstoffe, die Pilze gezielt abtöten bzw. ihr Wachstum hemmen.
Je nachdem, wie stark der Nagel betroffen ist, kommen verschiedene Therapieverfahren zum Einsatz:
• äußerliche Therapie (bei leichtem Befall)
Ist weniger als die Hälfte des Nagels und maximal 3 Nägel betroffen und die Nagelwurzel pilzfrei, helfen spezielle medizinische Nagellacke aus der Apotheke.
Wirkstoffe wie Ciclopirox, Terbinafin oder Amorolfin dringen tief in den Nagel ein. Wasserlösliche Lacke werden unkompliziert täglich vor dem Schlafengehen aufgetragen, während wasserfeste Lacke meist wöchentlich nach vorherigem Anfeilen des Nagels angewendet werden.
• Innerliche Therapie (bei starkem Befall)
Sind mehrere Nägel, mehr als die Hälfte der Nagelplatte oder die Nagelwurzel betroffen, wird auch der nachwachsende Nagel immer wieder von neuem infiziert. Es ist dann eine orale Behandlung notwendig. Ein Arzt verschreibt hierfür meist Tabletten mit Wirkstoffen wie Terbinafin oder Itraconazol, die den Pilz über den Blutkreislauf von innen heraus bekämpfen, weil sie sich in der Nagelwurzel direkt in den sich bildenden Nagel einlagern. Die Auswahl des geeigneten Präparates trifft der Arzt oder die Ärztin anhand der Ergebnisse einer Pilzkultur. Diese Arzneimittel sind verschreibungspflichtig.
• Nagelauflösende Salben zur Unterstützung
Bis die Wirkstoffe durch die Nagelschichten gedrungen sind und den Pilz abtöten können, dauert es längere Zeit. Denn zwischen den Nagelschichten liegen luftgefüllte Hohlräume. Darin können Pilzsporen viele Wochen, Monate und sogar Jahre überleben. An sie kommt kein Medikament heran, weder von außen noch von innen. Um diese Hohlräume zu durchbrechen, gibt es Salben, die zusätzlich zur äußerlichen und innerlichen Therapie auf den Nagel aufgetragen werden. Sie enthalten Harnstoff in relativ hohen Konzentrationen und sind damit in der Lage, die oberen Nagelschichten aufzulösen. Dadurch können einerseits die Wirkstoffe besser und schneller in die darunter liegenden Nagelschichten eindringen. Andererseits werden damit die luftgefüllten Hohlräume, in denen die Pilzsporen sitzen, freigelegt. So können auch diese abgetötet werden.
Die Antipilzmittel müssen bei Nagelpilz regelmäßig und vor allem lange genug angewendet werden. Bis die Nägel gesund nachgewachsen sind, dauert es längere Zeit. Mit drei bis sechs Monaten Therapie muss man bei einer Tabletteneinnahme rechnen. Bei einem Pilz-Nagellack kann die Therapie etwa sechs Monate bei einem Fingernagel und zwölf Monate bei Fußnägeln in Anspruch nehmen.
Ein begleitender Fußpilz sollte immer mitbehandelt werden.
Wichtige Hygiene-Tipps im Alltag während einer Nagelpilzinfektion
Um eine wiederholte Selbstansteckung sowie die Übertragung auf Familienmitglieder einzudämmen, sollten strenge Hygieneregeln befolgt werden:
• Socken, Handtücher, Badematten und Bettwäsche zwingend bei mindestens 60 °C waschen.
• Ein eigenes Handtuch für die Füße beziehungsweise bei Befall der Hände für die Hände benutzen und dieses täglich wechseln.
• Geräte wie Nagelschere oder Feile sowie natürlich Hände nach jedem Kontakt mit dem infizierten Nagel sehr sorgfältig mit Desinfektionsmittel reinigen. Ansonsten besteht hochgradige Ansteckungsgefahr für andere Nägel.
• Socken und Schuhe während und nach der Therapie desinfizieren, um einer erneuten Infektion vorzubeugen.
• Aus Rücksicht auf andere: Nicht barfuß laufen! Weder zuhause noch in öffentlichen Einrichtungen!
• Menschen mit Diabetes sollten ihren Füßen besondere Aufmerksamkeit schenken und sie täglich auf kleinste Veränderungen kontrollieren, die auf eine beginnende Pilzinfektion der Nägel hindeuten könnten. Kleinste Risse, die bei einer Nagelpilzinfektion entstehen, sind ein Einfallstor für Bakterien, die eine gefährliche Sekundärinfektion auslösen können - also eine zweite Infektion, die zur ursprünglichen Pilzerkrankung hinzukommt. Dies ist besonders für Menschen mit Diabetes riskant, da ihre Wundheilung oft eingeschränkt ist und Nervenschäden vorliegen können.
Vorbeugung
Diese Tipps können dir dabei helfen, einer Pilzinfektion der Nägel zu entgehen:
• In öffentlichen Einrichtungen wie Schwimmbädern, Saunen und Hotelzimmern nicht barfuß laufen, sondern stets Badeschuhe tragen.
• Schuhhygiene: Die Schuhe täglich wechseln, gut austrocknen lassen und regelmäßig mit einem antimykotischen Schuhspray desinfizieren.
• Gut passende und bequeme Schuhe tragen. Ebenso wichtig wie die richtige Passform ist ein atmungsaktives Material – so wird die Fußfeuchte schnell wieder abgeleitet. Daher Schuhe mit einem atmungsaktiven Obermaterial wie Leder oder modernen Mikrofasern tragen.
• Die Nägel regelmäßig pflegen.
Nagelpilz („Onychomykose“) ist eine hartnäckige Infektion der Zehen- oder Fingernägel. Sie wird meist durch Fadenpilze verursacht und heilt niemals von allein ab!
Nagelpilzerkrankungen sind zwar nicht lebensbedrohlich, sollten jedoch nicht auf die leichte Schulter genommen werden.
Die Erkrankung führt zu optischen Veränderungen des Nagels und zerstört im Verlauf schrittweise die Nagelplatte. Eine frühzeitige und konsequente Therapie ist entscheidend, um eine Ausbreitung auf andere Nägel oder Hautbereiche zu verhindern. Das sieht nicht nur unschön aus, sondern kann auch erhebliche Schmerzen verursachen.
Die Funktion des betroffenen Fußes oder Fingers kann stark eingeschränkt sein und etwa das Gehen beeinträchtigen. Außerdem können Pilzinfektionen des Nagels auch anderen Erkrankungen den Weg ebnen. Denn sie führen zu winzigen Verletzungen am Nagel, die Bakterien und Viren das Eindringen erleichtern.
Ursachen & Übertragung
Fadenpilze („Dermatophyten“) finden an der Körperoberfläche geradezu ideale Lebensbedingungen. Feuchtigkeit und Wärme begünstigen eine Infektion mit Fadenpilzen. Entsprechend bevorzugen sie Regionen wie die Zehenzwischenräume, Leistenbeugen, Hautfalten und Achseln.
Nagelpilz ist sehr häufig Folge einer Fußpilzerkrankung, welche sich auf die Nägel ausweitet. Die Eintrittspforte ist meist das Nagelbett im Bereich des freien Nagelrands.
Aber auch eine direkte Infektion der Nägel ist möglich. Die Ansteckung erfolgt oft in öffentlichen Bädern, Saunen, Fitness-Studios oder Duschen und Umkleidekabinen von Sportstätten, wo viele Menschen barfuß laufen. Die Pilze werden nämlich über den Kontakt mit Hautschuppen, auf denen sich die Erreger befinden und dort Tage und Wochen überdauern können, übertragen.
Wer hat ein erhöhtes Risiko für Nagelpilz?
Ältere Menschen
Bei älteren Menschen kommen mehrere Risikofaktoren zusammen, die sie anfälliger für eine Infektion machen.
• Die Durchblutung ist meist schlechter, weil die Gefäße "verkalkt" sind (Arteriosklerose).
• Bei vielen ist das Immunsystem geschwächt, weil sie an zahlreichen Erkrankungen leiden und ggf. Medikamente einnehmen müssen, die die Immunabwehr unterdrücken.
Diabetiker
Menschen mit Diabetes mellitus stellen eine besondere Risikogruppe für Nagelpilz dar, da bei ihnen häufig eine problematische Kombination von Risikofaktoren zusammentrifft.
• Die oft durch den Diabetes beeinträchtigte Immunabwehr kann die für Nagelpilz verantwortlichen Erreger nicht mehr effektiv bekämpfen.
• Durchblutungsstörungen führen dazu, dass die Zehen nur unzureichend mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt werden. Das verlangsamt nicht nur das Nagelwachstum und erschwert das Herauswachsen einer beginnenden Pilzinfektion der Nägel, sondern schafft auch ein ideales Milieu, in dem sich der Nagelpilz in der Nagelplatte und im Nagelbett ausbreiten kann.
• Entscheidend ist zudem die häufig auftretende diabetische Neuropathie, eine Nervenschädigung, durch die Sensibilitätsstörungen in den Füßen entstehen. Kleinste Verletzungen, Druckstellen oder Risse in der Haut – klassische Eintrittspforten für Nagelpilz-Sporen – werden von den Betroffenen oft gar nicht bemerkt, wodurch sich ein Nagelpilz entwickeln kann.
Sportler*innen
Sportlerinnen und Sportler sind besonders anfällig für eine Nagelpilz-Infektion.
• Zum einen kommen sie in Gemeinschaftsduschen und Umkleidekabinen, wo häufig barfuß gelaufen wird, intensiv mit den Erregern von Fuß- und Nagelpilz in Kontakt.
• Zum anderen schafft das regelmäßige Tragen von oft luftundurchlässigen Sportschuhen eine feuchte Kammer, die ideale Brutbedingungen für Fadenpilze, die für den Nagelpilz verantwortlich sind, bietet. Die beim Sport erhöhte Schweißabsonderung weicht die Haut an den Füßen auf, schwächt ihre natürliche Schutzbarriere und erleichtert es den Pilzerregern, in kleinste Risse an Nagelbett oder Nagelrand einzudringen und einen Nagelpilz auszulösen. Dieser Mechanismus erklärt auch, weshalb unter Berufsgruppen wie Bauarbeitern oder Bergleuten, die täglich über Stunden festes, wenig atmungsaktives Schuhwerk tragen müssen, eine Fuß- und nachfolgende Nagelpilz-Infektion überdurchschnittlich häufig auftritt.
Menschen mit Grunderkrankungen
• Generell haben auch alle Personen, die an Durchblutungsstörungen leiden, ein erhöhtes Risiko, an Fuß- und Nagelpilz zu erkranken.
• Dasselbe trifft auch auf Menschen zu, die Medikamente einnehmen müssen, welche das Immunsystem unterdrücken.
Symptome
Ein Pilzbefall äußert sich durch typische Veränderungen, die meist am vorderen oder seitlichen Nagelrand beginnen und sich über die gesamte Nagelplatte ausbreiten. Die Nagelsubstanz, das Keratin, wird dabei langsam aufgelöst, und es bilden sich luftgefüllte Hohlräume.
Diese werden sichtbar als:
• Verfärbungen: Weißliche, gelbliche oder bräunliche Flecken und Streifen.
• Strukturverlust: Der Nagel wird brüchig, rissig oder krümelig. Einzelne Nagelschichten spalten sich ab.
• Verdickung: Die Nagelplatte verdickt sich spürbar und verformt sich.
• Ablösung: Im fortgeschrittenen Stadium kann sich der Nagel teilweise vom Nagelbett lösen. Ist die Nagelwurzel (der lebende Teil des Nagels, der die neuen Nagelzellen produziert und somit für das gesamte Nagelwachstum verantwortlich ist) betroffen, infiziert sich der neu gebildete Nagel sofort mit dem Pilz.
Behandlungsmöglichkeiten
Gegen Pilzerkrankungen gibt es bestimmte Mittel, die sogenannten Antimykotika. Sie enthalten Wirkstoffe, die Pilze gezielt abtöten bzw. ihr Wachstum hemmen.
Je nachdem, wie stark der Nagel betroffen ist, kommen verschiedene Therapieverfahren zum Einsatz:
• äußerliche Therapie (bei leichtem Befall)
Ist weniger als die Hälfte des Nagels und maximal 3 Nägel betroffen und die Nagelwurzel pilzfrei, helfen spezielle medizinische Nagellacke aus der Apotheke.
Wirkstoffe wie Ciclopirox, Terbinafin oder Amorolfin dringen tief in den Nagel ein. Wasserlösliche Lacke werden unkompliziert täglich vor dem Schlafengehen aufgetragen, während wasserfeste Lacke meist wöchentlich nach vorherigem Anfeilen des Nagels angewendet werden.
• Innerliche Therapie (bei starkem Befall)
Sind mehrere Nägel, mehr als die Hälfte der Nagelplatte oder die Nagelwurzel betroffen, wird auch der nachwachsende Nagel immer wieder von neuem infiziert. Es ist dann eine orale Behandlung notwendig. Ein Arzt verschreibt hierfür meist Tabletten mit Wirkstoffen wie Terbinafin oder Itraconazol, die den Pilz über den Blutkreislauf von innen heraus bekämpfen, weil sie sich in der Nagelwurzel direkt in den sich bildenden Nagel einlagern. Die Auswahl des geeigneten Präparates trifft der Arzt oder die Ärztin anhand der Ergebnisse einer Pilzkultur. Diese Arzneimittel sind verschreibungspflichtig.
• Nagelauflösende Salben zur Unterstützung
Bis die Wirkstoffe durch die Nagelschichten gedrungen sind und den Pilz abtöten können, dauert es längere Zeit. Denn zwischen den Nagelschichten liegen luftgefüllte Hohlräume. Darin können Pilzsporen viele Wochen, Monate und sogar Jahre überleben. An sie kommt kein Medikament heran, weder von außen noch von innen. Um diese Hohlräume zu durchbrechen, gibt es Salben, die zusätzlich zur äußerlichen und innerlichen Therapie auf den Nagel aufgetragen werden. Sie enthalten Harnstoff in relativ hohen Konzentrationen und sind damit in der Lage, die oberen Nagelschichten aufzulösen. Dadurch können einerseits die Wirkstoffe besser und schneller in die darunter liegenden Nagelschichten eindringen. Andererseits werden damit die luftgefüllten Hohlräume, in denen die Pilzsporen sitzen, freigelegt. So können auch diese abgetötet werden.
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Ein begleitender Fußpilz sollte immer mitbehandelt werden.
Wichtige Hygiene-Tipps im Alltag während einer Nagelpilzinfektion
Um eine wiederholte Selbstansteckung sowie die Übertragung auf Familienmitglieder einzudämmen, sollten strenge Hygieneregeln befolgt werden:
• Socken, Handtücher, Badematten und Bettwäsche zwingend bei mindestens 60 °C waschen.
• Ein eigenes Handtuch für die Füße beziehungsweise bei Befall der Hände für die Hände benutzen und dieses täglich wechseln.
• Geräte wie Nagelschere oder Feile sowie natürlich Hände nach jedem Kontakt mit dem infizierten Nagel sehr sorgfältig mit Desinfektionsmittel reinigen. Ansonsten besteht hochgradige Ansteckungsgefahr für andere Nägel.
• Socken und Schuhe während und nach der Therapie desinfizieren, um einer erneuten Infektion vorzubeugen.
• Aus Rücksicht auf andere: Nicht barfuß laufen! Weder zuhause noch in öffentlichen Einrichtungen!
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Vorbeugung
Diese Tipps können dir dabei helfen, einer Pilzinfektion der Nägel zu entgehen:
• In öffentlichen Einrichtungen wie Schwimmbädern, Saunen und Hotelzimmern nicht barfuß laufen, sondern stets Badeschuhe tragen.
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