Menstruationsbeschwerden

Menstruationsbeschwerden, auch Periodenschmerzen, Regelschmerzen oder in der Fachsprache Dysmenorrhoe genannt, kommen relativ häufig vor.
Junge Frauen sind davon häufiger und stärker betroffen.
Die Symptome bessern sich meistens im Laufe des Lebens. Vor allem nach der ersten Geburt eines Kindes gehen sie oft stark zurück.

Symptome von Menstruationsbeschwerden

Frauen können kurz vor und während der Regelblutung unterschiedliche Symptome haben.
Typisch sind vor allem:

 krampfartige Unterbauchschmerzen

 Rückenschmerzen

 Müdigkeit und Erschöpfung

 Kopfschmerzen

 Übelkeit

 Stimmungsschwankungen

Ursachen von Periodenschmerzen

Leichte Periodenschmerzen sind häufig eine normale Begleiterscheinung der Regelblutung. Der Körper produziert vermehrt Prostaglandine. Diese verursachen ein stärkeres Zusammenziehen der Gebärmuttermuskulatur, um die obere Schleimhautschicht abzustoßen, die sich während des Monatszyklus aufgebaut hat. Dies geschieht immer dann, wenn sich keine befruchtete Eizelle eingenistet hat. Diese gut durchblutete Schleimhautschicht wird dann als Regelblutung ausgestoßen.

Wenn die Schmerzen so stark sind, dass sie den normalen Tagesablauf beeinträchtigen oder wenn normalerweise leichte Beschwerden plötzlich stärker werden, sollte der Rat eines/r Gynäkolog*in eingeholt werden. Er/sie kann schwerwiegendere Erkrankungen ausschließen wie z.B.

• Endometriose (bei dieser Erkrankung bildet sich Gewebe, das der Gebärmutterschleimhaut ähnelt außerhalb der Gebärmutter, z.B. in den Eileitern, dem Bauchraum oder anderen Organen)
• Entzündungen oder Infektionen der Geschlechtsorgane
• Myome (gutartige Geschwulste)
• Zysten in oder an den Eierstöcken

Behandlung von Menstruationsbeschwerden

Bei Menstruationsbeschwerden können je nach Stärke und Ursache unterschiedliche Medikamente verwendet werden.
Die wichtigsten Wirkstoffe sind:
 Naproxen
• wirkt krampflösend und schmerzstillend
• hemmt bestimmte Enzyme, die für die Bildung von Prostaglandinen wichtig sind
• Durch eine verminderte Bildung von Prostaglandinen verkrampft sich die Gebärmuttermuskulatur weniger und die Schmerzen lassen nach.
• Der Wirkeintritt ist mit etwa 30 Minuten relativ schnell.
• Die Wirkdauer beträgt bis zu 12 Stunden, weshalb 2-3 Tabletten pro Tag ausreichend sind.

 Ibuprofen

• hat eine ähnliche Wirkweise wie Naproxen
• allerdings ist die Wirkdauer mit 6-8 Stunden kürzer

 Butylscopolamin

• wirkt über eine Blockierung von Nervensignalen an der Gebärmuttermuskulatur
• wirkt dadurch krampflösend, aber nicht schmerzstillend
• hat eine kürzere Wirkdauer als Naproxen

 Magnesium
• Durch seine muskelentspannende Wirkung ist Magnesium gut zur Unterstützung bei der Behandlung von Menstruationsbeschwerden geeignet und kann auch schon einige Tage vor der Regelblutung angewendet werden.

Unterstützende Maßnahmen

Häufig lindern schon einfache Hausmittel die Beschwerden.
Dazu gehören

 Wärme: Eine Wärmflasche oder ein Heizkissen entspannen sie verkrampfte Muskulatur.
 leichte Bewegung wie Spaziergänge
 Schlaf und Entspannung
 ausreichende Trinkmenge

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